Später Treffer entscheidet umkämpfte Begegnung – SG klettert auf den achten Tabellenplatz
Die Erleichterung war nach dem Schlusspfiff im Lippestadion deutlich zu spüren. Mit einem hart erkämpften 1:0-Erfolg gegen den FSV Bad Wünnenberg/Leiberg hat die SG Boke/Bentfeld am Donnerstagabend nicht nur drei wichtige Punkte eingefahren, sondern auch die passende Antwort auf die zuletzt enttäuschenden Heimauftritte gegeben. Thore Thomas sorgte mit seinem Treffer in der 75. Minute für großen Jubel bei Mannschaft und Zuschauern.
Dabei war die Ausgangslage für die Gastgeber alles andere als einfach. Nach der 1:5-Heimniederlage gegen den FC Dahl/Dörenhagen wenige Tage zuvor und der ebenfalls deutlichen Niederlage gegen GW Anreppen war die Mannschaft von Trainer Claas Teipel gefordert, ein anderes Gesicht zu zeigen. Dass dies gelingen sollte, deutete sich bereits in den ersten Minuten an. Die SG präsentierte sich deutlich präsenter und wacher als zuletzt und übernahm zunächst die Initiative.
Bereits in der achten Spielminute glaubten die Gastgeber, den Führungstreffer bejubeln zu dürfen. Nach einer gelungenen Offensivaktion landete der Ball im Netz der Gäste. Schiedsrichter Rudolf Gallmann erkannte den Treffer jedoch wegen einer vermeintlichen Abseitsstellung nicht an. Eine Entscheidung, die auf Seiten der Heimelf für Unverständnis sorgte.
Nach einer Viertelstunde fanden auch die Gäste aus Bad Wünnenberg/Leiberg besser in die Begegnung. Die FSV kam nun häufiger in Ballbesitz und versuchte, eigene Akzente zu setzen. Zwingende Torgefahr entstand daraus zunächst allerdings nicht.
In der 22. Minute setzte Malte Jürgensmeier ein erstes Ausrufezeichen. Der Mittelfeldmotor der Gastgeber zog aus rund 20 Metern ab, sein Schuss strich jedoch knapp über die Querlatte. Die nächste gute Gelegenheit ließ bis zur 38. Minute auf sich warten. Zunächst lenkte Gästetorhüter Jan Igelbrink einen Schuss von Niklas Trojas aus etwa 17 Metern zur Ecke. Den von Thore Thomas getretenen Eckball erreichte anschließend Malte Jürgensmeier, dessen Kopfball aus kurzer Distanz nur knapp am Tor vorbeiging. Mit dem torlosen Unentschieden ging es schließlich in die Halbzeitpause.
Nach dem Seitenwechsel blieb die Partie umkämpft. Die erste große Möglichkeit gehörte in der 59. Minute den Gästen. Nach einem unnötigen Ballverlust der SG im Mittelfeld ergab sich für den FSV eine gute Einschussmöglichkeit. Der Abschluss verfehlte jedoch das von Ron Pohl gehütete Tor.
Nur fünf Minuten später waren wieder die Gastgeber an der Reihe. Pascal Merle nahm sich vom rechten Strafraumeck ein Herz und setzte den Ball sehenswert an das linke Winkeleck des Gästetores. Von dort sprang das Spielgerät zurück ins Feld. Den Abpraller nahm erneut Malte Jürgensmeier auf, setzte seinen Nachschuss allerdings über das Tor. Es blieb beim 0:0.
Für zusätzlichen Gesprächsstoff sorgte die 69. Minute. Philipp Tölle wurde im Strafraum der Gäste aus Sicht der Gastgeber eindeutig gefoult. Der erwartete Elfmeterpfiff blieb jedoch aus. Die SG musste sich damit abfinden, dass auch diese strittige Situation nicht zu ihren Gunsten entschieden wurde.
Doch die Mannschaft ließ sich davon nicht entmutigen und wurde schließlich für ihren unermüdlichen Einsatz belohnt. In der 76. Minute leitete Pascal Merle mit einem langen Ball in die Spitze den entscheidenden Angriff ein. Marco Lahme nahm das Zuspiel auf und steckte den Ball geschickt zu Thore Thomas durch. Der Sturmführer der SG setzte sich mit beeindruckender Entschlossenheit gegen gleich drei Gegenspieler durch und schloss aus halbrechter Position und rund 15 Metern Torentfernung ab. Sein Schuss schlug unhaltbar im linken Toreck ein – 1:0!
Der Jubel im Lippestadion war entsprechend groß. Die Gastgeber hatten sich für ihren engagierten Auftritt endlich belohnt. In der verbleibenden Spielzeit verteidigte die SG ihren Vorsprung und brachte den knappen Erfolg über die Zeit.
Wichtige Punkte im Kampf um einen gesicherten Tabellenplatz
Mit dem Heimsieg gegen die FSV Bad Wünnenberg/Leiberg gelang der Mannschaft von Claas Teipel ein wichtiger Befreiungsschlag. Nach zwölf absolvierten Begegnungen stehen nun 17 Punkte zu Buche. Damit verbessert sich die SG auf den achten Tabellenplatz und überholt ausgerechnet den bisherigen Tabellennachbarn aus Bad Wünnenberg/Leiberg, der bei 16 Punkten bleibt.
Nach dem Abpfiff feierten Spieler und Anhänger gemeinsam den lang ersehnten Heimerfolg. Die drei Punkte sind nicht nur eine willkommene Verbesserung in der Tabelle, sondern auch ein deutliches Zeichen dafür, dass die Mannschaft nach Rückschlägen zusammensteht und bereit ist, sich mit Einsatz und Leidenschaft aus schwierigen Situationen zu befreien.