Die nächsten Termine im Verein

Bodyforming und Step-Aerobic
an Di, 24. April 2018 19:00 h
Breitensport Boke Sporthalle
Badminton
an Do, 26. April 2018 20:00 h - 22:00 h
Breitensport Boke Sporthalle
Bodyforming und Step-Aerobic
an Fr, 27. April 2018 19:00 h
Breitensport Boke Sporthalle


Ein Verein wie der SuS BOKE mit einer solch langen Tradition ist durch viele Entwicklungen der Gesellschaft geprägt worden, hat aber als lebendige Gemeinschaft auch durch Eigendynamik ständig sein Gesicht verändert.

1. Stichwort: Fußballverein mit Höhepunkten

In der Zeit der Weimarer Republik begann man als reiner Fußballverein. Motoren der frühen sportlichen Bewegung waren die örtlichen Pfarrer und Lehrer. Sie fühlten sich verpflichtet, den Boker Jungen eine sinnvolle Betätigung neben dem sicher harten beruflichen Alltag zu ermöglichen. Das älteste Bilddokument aus dem Jahre 1931 zeigt eine von Pfarrer Ingmann aufgebaute Boker Seniorenmannschaft. Auch Lehrer Hönekopp führte Boker Schüler in den 30er Jahren an das Fußballspielen heran. Selbst in den Kriegsjahren rannten Boker Jugendliche dem runden Leder hinterher.

Nach dem Kriege erfuhr der Boker Fußballsport seine ersten Höhepunkte. Albert Hennemeier und Hugo Wolke, die in amerikanischer Kriegsgefangenschaft mit bekannten Fußballern aus ganz Europa ihr Spiel entscheidend verbessert hatten, verstärkten das Boker Team. So spielte die 1. Mannschaft ab 1948 in der Bezirksklasse, deren Einzugsbereich immerhin bis zur Weser reichte. In dieser Zeit war das Sportfest das größte Fest in der Gemeinde. Vergleichbar mit dem heutigen Schützenfest zogen die teilnehmenden Mannschaften, angeführt von berittenen Adjutanten und von einer Kapelle und vielen Schaulustigen begleitet, durch den Ort zum Sportplatz.

In den 50ern und Anfang der sechziger Jahre spielte der SuS eine führende Rolle in der 1. Kreisklasse Büren. Die 1. Mannschaft stieg 1966 und 1974 sogar in die Bezirksklasse auf und spielte dort insgesamt 7 Jahre.

2. Stichwort: Die Entwicklung zum Mehrsparten- und Breitensportverein

Seit 1968 entwickelte sich der SuS vom reinen Männer- und Fußballverein zu einem Breitensportverein, in dem auch Mädchen und Frauen Gelegenheit fanden, Sport zu treiben. Elli Jürgensmeier gründete 1968 eine Damensportgruppe, die sich bis heute jeden Dienstag durch Gymnastik fit hält. In der Breitensportabteilung wurden 1982 eine Badmintongruppe und 1987 Kindersportgruppen gegründet. Vor allem in den Kindergruppen wird durch vielseitige und spielerische Bewegungsschulung ein breites Fundament für künftiges Sporttreiben gelegt.

Die 1984 gegründete Tennisabteilung entwickelte sich überaus positiv. Auch in der "nach-Boris-Zeit" ist die Platzanlage täglich gut besucht. Mehrere Senioren- und Jugendmannschaften kämpfen um Punkte bei den Verbandsspielen. Besonders erfolgreich war die Jugendabteilung Ende der 90er Jahre. Fünfmal nacheinander wurde sie Stadtpokalgewinnerin.

Seit 1994 schießen die Bogenschützen äußerst erfolgreich beim SuS. Sowohl die gemeldeten Mannschaften als auch mehrere Einzelspieler behaupten sich in der nordrhein-westfälischen Spitze. Im Sommer 2000 hat Maike Greine bei den Deutschen Meisterschaften im Feldbogenschießen als erstes Vereinsmitglied einen Deutschen Meistertitel für den SuS errungen.

In der Zeit von 1996 bis 1999 stellte der SuS eine Damenfußballmannschaft. Nach durchaus erfolgreichem Start kämpfte sie jedoch ums Überleben. Aufgrund vieler verletzungsbedingter Ausfälle musste das Team den Spielbetrieb einstellen.

Weitere Gruppen wurden in den letzten Jahren ins Leben gerufen. Sie seien hier nur kurz genannt und präsentieren sich auf eigenen Seiten der Internetseite: Bodyforming, Wirbelsäulengymnastik für Herren, Step-Aerobic, Tanzgruppe Kairotisch und Völkerball.

Die Öffnung des Vereins intensivierte das Vereinsleben. Viele gesellige Veranstaltungen bereicherten die Klubaktivitäten. Höhepunkt ist sicher der "Tag des Sports", an dem in der Dreifach-Sporthalle Delbrück bei einem vielseitigen Sportangebot jeder einmal in einer fremden Sportart schnuppern kann.

Mit großem Stolz schaut der SuS auf den Bau des neuen Sportheims im Jahr 1997/98 zurück. Mit einem hohen Maß an Eigenleistung erstellte der Verein in 1 ½ Jahren ein Gebäude für sportliche und gesellige Zwecke. Der Bau hat bewiesen, dass die Sportler des SuS nicht nur nach dem Staat fragen, sondern kräftig mit anpacken können und so einen nachhaltigen Beitrag zum Funktionieren der örtlichen Gemeinschaft leisten. Das Sportheim soll ein Zuhause für alle Sportlerinnen und Sportler des SuS sein.

Talleyrand hat einmal gesagt:" Man muss die Zukunft im Sinn haben und die Vergangenheit in den Akten." Nun haben wir Ihnen in aller Kürze die Vergangenheit in den Sinn gebracht und bei vielen von uns entstehen Bilder und Verknüpfungen aus alten Zeiten. Wir werden diese Erinnerungen auch in den Akten festhalten, damit unsere jungen Sportlerinnen und Sportler wissen, unter welchen Bedingungen die Älteren Sport getrieben haben, damit sie aber auch die Bedingungen des heutigen Sporttreibens einschätzen können. Man muss auf die Vergangenheit zurückgreifen können, wenn sie uns auch heute noch positiv beeinflussen kann und man muss Vergangenes als in seiner Zeit Prägendes, heute aber Überholtes in den Akten ruhen lassen.
Der Blick zurück erfüllt uns aber alle mit Dankbarkeit für viele Entwicklungen und für günstige Rahmenbedingungen.

Die kurze Darstellung der Entwicklung unseres Vereins belegt das Bemühen, der Forderung des Landessportbund gerecht zu werden: Sport für alle anzubieten, das heißt Sport für Kinder, für Frauen, für Ältere, dabei sowohl Breiten- als auch Leistungssportaspekte zu berücksichtigen. Wir haben im Laufe der Jahre weiteren Sportarten Raum gegeben.

3. Stichwort: Positive Sportentwicklung braucht Partner

Neben dem Blick nach innen ist es wichtig wahrzunehmen, dass die äußerst günstigen Rahmenbedingungen ohne Partner nicht möglich gewesen wären.

Die Stadt Delbrück ist für uns ein zuverlässiger und starker Partner. Durch den Bau der Sportanlagen, die uns zur Verfügung gestellt werden, durch die finanzielle Unterstützung im Rahmen der Sportförderrichtlinien oder durch die Bereitstellung von Personal und technischem Gerät bei der Unterhaltung der Anlagen leistet die Stadt einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung des gesellschaftspolitischen Auftrag auch unseres Sportvereins. Ohne die kräftige Unterstützung der Stadt hätte unser Sportheim trotz immenser Eigenleistung der Mitglieder nicht erstellt werden können.

Der Kreissportbund ist für uns vor allem in Fragen der Aus- und Fortbildung der Übungsleiter ein wichtiger Ansprechpartner. Er hält ein Beratungssystem für die Sportvereine des Kreises vor.

In enger Zusammenarbeit mit dem Kreissportbund übernimmt der Stadtsportverband wichtige Koordinierungsfunktionen für die Vereine. Vor allem die auf Stadtebene organisierten Turniere in verschiedenen Sportarten sind verbindendes Element zwischen den Sportvereinen der Stadt. Neben dem sportlichen Wettkampf erzeugen die Wettkämpfe das Gefühl der Zusammengehörigkeit und bieten die Möglichkeit des geselligen Treffens.

Der Verein nimmt intensiv am Wettkampfgeschehen des FLVW teil. Daher ist der intensive Austausch mit den Verantwortlichen auf Kreisebene seit vielen Jahren Selbstverständlichkeit. Gerade diese Zusammenarbeit besitzt die längste Tradition im SuS.

Der SuS ist Teil der dörflichen Gemeinschaft. Er leistet seinen Beitrag zur Verbesserung der Lebensqualität in Boke. Er ist aber nur ein Glied in der Kette der Aktivitäten in unserer Gemeinde. Ein wichtiger Baustein für den Erfolg beim Wettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden" war das Zusammenwirken der örtlichen Vereine. Das wurde in Boke besonders hervorgehoben. In den Kommunen (Orten) entscheidet sich die soziale Qualität unserer Gesellschaft.

Ein offenes Ohr für die Belange des SuS haben immer die örtlichen Geldinstitute. Beim Bau unseres Sportheims haben uns sowohl die Volksbank Delbrück-Hövelhof als auch die Stadtsparkasse Delbrück kräftig unter die Arme gegriffen.

Besondere Bedeutung für den Sportverein besitzt die Zusammenarbeit mit der Schule. Der Landessportbund und das ehemalige Kultusministerium haben diese Zusammenarbeit durch eine schriftliche Vereinbarung gefördert und unterstützt. Wir wollen den Kindern gerne unser sportliches Angebot näherbringen und sie in die außerschulische Sportkultur eingliedern. Den Übungsleitern wird angeboten, die im Rahmen des Sportunterrichts durch Schnupperkurse den Schülerinnen und Schülern auch Sportarten näherbringen, die üblicherweise nicht Unterrichtsthema sind. Norman Greens hat einmal gesagt: "Es braucht ein ganzes Dorf, um ein Kind zu erziehen!"